Unter Beobachtung - Fotografien der Stasi aus Tempelhof

6. April bis 18. Dezember 2022


In der Zeit des geteilten Deutschlands ließ das Ministerium für Staatssicherheit in West-Berlin zahlreiche Orte fotografieren. In Tempelhof standen vor allem das Gebiet rund um den Flughafen und der südliche Grenzverlauf unter Beobachtung.

Mit beiden Orten waren nicht nur Polizei und Zoll, sondern auch die Alliierten – insbesondere das US-Militär – verbunden. Ihren Aktivitäten galt das Interesse der Stasi: Auf dem Gelände des Flughafens waren es öffentlichkeitswirksame, von den Streitkräften veranstaltete »Tage der offenen Tür« oder der errichtete Radarturm. Entlang der Mauer gehörten Beobachtungsposten und sogar eine Grenzübergangsstelle in Lichtenrade, die nur dem Transport von West-Berliner Müll in die DDR diente, zu den gesammelten und dokumentierten Motiven.

Die Ausstellung zeigt bisher unbekannte Panorama- und Luftaufnahmen, Filmsequenzen, Knipsfotografien und Ansichtskarten der 1950er Jahre bis zum Mauerfall. Beim Betrachten öffnen sie zugleich auch den Blick für neue Wahrnehmungen und einen spannenden Perspektivwechsel:Was genau bildeten sie ab? Und wie schauen wir heute auf diese Bilder?


Begleitprogramm


Filmstill aus »Die Stasi in West-Berlin«, Buch und Regie: Ute Bönnen und Gerald Endres, RBB 2010

Ausstellungsgespräche
mit Kuratorin Heike Stange am Sonntag, 11.9. und 9.10.2022 I jeweils um 15 Uhr

Mauerspaziergang in Lichtenrade
am Sonntag, 18.9. und 16.10.2022 I jeweils um 15 Uhr

Für die Ausstellungsgespräche und Spaziergänge bitte hier anmelden.